Presse
Basellandschaftliche Zeitung (20.6.2009)
william kong
Aus der Position des Favoriten
Die Gladiators beider Basel empfangen am Sonntag den Aussenseiter Basel Meanmachine
Im American Football sind die Gladiators in der Liga B das Mass aller Dinge. Nun empfangen sie die Basel Meanmachine zum zweiten Derby (14 Uhr,
LA-Stadion St. Jakob).
Ausführlich und mit viel Geduld bespricht Steve Jascur mit der bz die erste Saison der Basel Meanmachine. Redet über die Wiederauferstehung der Traditionsmannschaft. Verrät den Leitspruch: «Who wants it more?». Und erklärt die Beweggründe, die zu den Trainerwechseln in der Vorsaison geführt haben: «Das ursprüngliche Trainerteam um Dan Kesch, Reto Baltermia und Roman Stark hatte mit der ‹Double Wing›-Angriffsformation eine taktisch andere Auffassung als der harte Kern der Spieler.»
Einzig Andrew McCulloch, der sich nun für die Offensive verantwortlich zeichnet, blieb in der Trainercrew, der seit dem Wechsel im März die Brüder Richard und Bernard Nokaj sowie Steve Jascur angehören. Letzterer freut sich über die Fortschritte, die Neueinsteiger wie Martin Peraic (Center), Andreas Lüthi (Wide Receiver) und Marco D'Elia (Line) gemacht haben: «Unter dem alten Trainerstab haben die ‹Rookies› zunächst rasch Fortschritte gemacht, ehe sie stagnierten. Und die erfahrenen Spieler haben sich daraufhin dem Niveau der Neulinge angepasst. Nun ist es umgekehrt.»
Über den Erwartungen
Mit vier Siegen und zwei Niederlagen liegt das Team um Steve Jascur auf Platz drei in der Liga B. «Mit den Resultaten können wir zufrieden sein, da uns von den Gegnern ein schlechterer Platz vorausgesagt wurde», sagt der Defensive Back. Morgen Sonntag tritt seine Mannschaft im Leichtathletik-Stadion St. Jakob (14 Uhr) gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Gladiators beider Basel an. Es ist ein Aufeinandertreffen früherer Weggefährten und jetzigen Meisterschaftskonkurrenten – einige Mitglieder der Meanmachine haben in den vergangenen Jahren die Geschichte der Gladiators mitgeprägt.
«Sie waren uns körperlich überlegen, und sie hatten mit 40 Spielern das grössere Kader als wir», erinnert sich Steve Jascur an die 12:40-Niederlage im ersten Derby. Auch wegen der zahlenmässigen Unterlegenheit möchte er bei den Basel Meanmachine ein U20-Team aufbauen. Zuletzt wird er von der bz aufgefordert, eine Frage an Dwaine Wood, dem Headcoach des Tabellenführers, zu stellen. Und Steve Jascur, der mit der Meanmachine als klarer Aussenseiter ins Spiel geht, fragt: «Was machen die Gladiators am Sonntag ohne ihren Quarterback?»
Kein Quarterback? Kein Problem für Dwaine Wood, der auf die Frage von Steve Jascur folgende Antwort bereit hat: «Ohne Quarterback müssen wir sie halt einfach überrennen.» Dass sein amerikanischer Spielmacher Dominic Kegel aus familiären Gründen in der Heimat weilt, bereitet dem schlagfertigen Amerikaner kein Kopfzerbrechen. Mit sechs Siegen aus sechs Spielen ist beim Absteiger aus der Liga A das Selbstvertrauen hoch.
«Zu alt, zu klein, zu hässlich»
Einzig vor seinem Landsmann Micah Brown hat Wood Respekt: «Ohne ihren Quarterback wären sie nirgendwo. Er ist wie ein Blitzschlag – sehr flink halt – und schwierig zu fassen.» Und hat sofort einen weiteren Seitenhieb bereit: «Auf der Homepage wird Brown mit 1,80 Meter und 80 Kilo angegeben. Doch er ist höchstens 1,70 Meter gross und wiegt nur etwa 65 Kilo. Die Meanmachine haben ihn grösser gemacht, damit sich die Gegner nicht gleich auf diesen schmächtigen Quarterback drauf werfen.»
Genau das werden Woods Spieler am Sonntag wohl tun. Der Headcoach des Tabellenführers freut sich auf das Derby und findet «es schön, dass es nun zwei Teams in der Region hat». Und meint mit einem Lachen: «Bei den Meanmachine sind diejenigen Spieler, die zu alt, zu langsam, zu klein und zu hässlich für uns sind.» Wer so scherzen kann, agiert wahrlich aus der Position des Favoriten.
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TeleBasel (16.Feb.2009)
http://www.youtube.com/watch?v=p8VpYTUl4lQ
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Die böse Maschine ist zurück
Alain Gloor (BaZ 28.Jan.2009)
Mit den Basel Meanmachine zählt die Region wieder zwei American-Football-Clubs
Nach Ungereimtheiten im Team der Gladiators aus Pratteln riefen einige Ehemalige die Basel Meanmachine zurück ins Leben. Im April beginnt die Saison in der Liga B, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Das Räderwerk der Maschine kreischt und knirscht, Zahnräder werden aufeinander angepasst, Ketten geschmiert und Schrauben festgezogen: Sie läuft heiss, die Basel Meanmachine, aber noch nicht immer rund. Über 30 Antreiber finden in der Theaterhalle zusammen. Aufziehmännchen gleich rennen sie sich geordnet Runde um Runde warm, bis sich erste Schweissperlen auf den tätowierten Oberarmen bilden. Bald wird der gleiche Spielzug wieder und wieder geübt, bis die Maschine wie geölt läuft und die Luft im Maschinenraum stickig heiss ist: Hier wird hart und unnachgiebig an der Rückkehr eines der schlagfertigsten Teams der Basler Sportgeschichte gearbeitet.
Im Jahr 1984 gegründet, war die damalige Basilisk Meanmachine einer der ersten American-Football-Clubs der Schweiz und bis zur Vereinsauflösung im Jahr 2000 mit zwei Meistertiteln auch einer der erfolgreichsten. Die Eingliederung in die immer stärker werdenden Gladiators beider Basel aus Pratteln war nicht allerseits gewünscht, aber wegen finanzieller Engpässe unausweichlich. Viele Spieler und Trainer waren so bis vor kurzem in Pratteln tätig, haben sich dort aber nie wirklich zu Hause gefühlt. „Es gab Differenzen auf verschiedenen Ebenen. Vor allem hatten viele früheren Meanmachine-Spieler eine andere Spielauffassung und wären zurückgetreten, nachdem die Gladiators letzte Saison in die Liga B abgestiegen waren“, sagt Headcoach Dan Kesch (40). Kesch betreute in Pratteln den Nachwuchs, nun steht er seit letztem Mai an der Spitze der wieder zum Leben erweckten Basel Meanmachine.
STRIKTE DISZIPLIN. An Drill-Instruktoren aus dem US-Militär erinnernd heizt der Trainerstab den Spielern ein, das Training ist minutiös geplant, Anwesenheitslisten werden geführt und strikte Disziplin gefordert. „Mit Soldatengetue hat das nichts zu tun. Bei über 30 Athleten würde das Training ohne Struktur nicht funktionieren“, sagt Line-Coach Reto Baltermia (39) aus Allschwil. Er ist zuständig für die Spielzüge im Angriff und die Motivation des Teams. Von der Subkultur des American Footballs weiss er zu erzählen, von der Sozialisation durch den Sport, von Charakter und Aufopferungsfähigkeit. Schnell wird deutlich, was vor allem hinter der Maschine steckt: viel Geist.
„American Football ist ein Sport, der den Charakter nicht nur formt, er enthüllt ihn“, sagt Kesch. Als Spieler eines Football Teams hat man keinen eigenen Willen; alles, was man tut, dient der Manschaft. Auch wenn nur das kleinste Zahnrad blockiert, kommt die ganze Maschine ins Stocken. „Das gefällt mir am American Football so sehr. Hier hat es keinen Platz für Egoisten und Leute, die aus der Reihe tanzen wollen“, sagt der schlaksige Marc Aeschbach (21) aus Basel. Er ist einer der vielen Neulinge im Team und trainiert sogar mit geschientem Unterarm mit. Im letzten Training riss er sich die Sehne am Daumen an, was ihn aber nicht vom Konditionsteil des Trainings abhält. „So zähe und lernwillige Leute wie ihn brauchen wir. Er hat zwar keinen massigen Körper, dafür hat er Köpfchen und ist pfeilschnell, ein prädestinierter Läufer also“, sagt Kesch.
ALTE FREUNDSCHAFTEN. Das Kader wächst und wächst, in jedem Training versuchen sich Neue im Getriebe der Maschine. „Einen solchen Auflauf haben wir nie erwartet. Erst waren wir froh, überhaupt so rasch in den Schweizerischen American Football Verband aufgenommen worden zu sein“, sagt Kesch. Die Meanmachine sei für die Neugründer eine Sache des Herzens. Freundschaften, die sich vor über zwanzig Jahren im Gefüge der ersten Meanmachine geformt haben und bis heute halten, sind nun das Rückgrat der Manschaft. „Es ist eine grosse Freude, im Frühling zurück auf unserer Pruntrutermatte zu sein.“ Beim ehrgeizigen Headcoach beginnt es schon kräftig zu kribbeln, und umso heftiger wohl, wenn er an das zweite Heimspiel im April denkt. Dann stellt sich die Meanmachine gegen einen Gegner auf , den er nur allzu gut kennt: die Gladiators.
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Schach auf Rasen
Alain Gloor (BaZ 28. Jan.2009)
Nicht Kraft, sondern richtiges Coaching und die passende Taktik führen im American Football zum Erfolg
S.M.A.R.T. – so heisst die Philosophie, die hinter Headcoach Dan Keschs Coaching und American Football steckt.
„Wer hat die Antrittsrede von Barack Obama im Fernsehen mitverfolgt?“, fragt Headcoach Dan Kesch seine über 30 Sportler, die sich um ihn geschart haben. Ein Knie haben die Kraftprotze auf dem Boden, auf dem anderen stützen sie die Ellbogen auf, schauen hoch und hängen an Keschs Lippen, die von American Football predigen: „Wir halten uns ganz an den neuen US-Präsidenten, so machen wir es auch: Rückbesinnung auf die alten Werte. Einfacher Football also, bei dem wir aber kein Detail aus dem Auge lassen.“
Der sechsköpfige Trainerstab trainiert die Basel Meanmachine auf College-Niveau. Das heisst, dass er ihren Spielern Spielzüge und Taktiken zutraut, die man in den USA Studenten von 16 bis 18 Jahren spielen lässt. “Alles andere macht keinen Sinn. Es ist besser, wenn wir einige wenige Spielzüge üben und diese dafür perfekt beherrschen“, sagt der Basler Markus Schultheiss (37), der die Verteidigung coacht.
Dabei belässt es der Trainerstab bei Weitem nicht. Jeder Spieler erhält zwei dicke Bücher (Verteidigung und Angriff), in denen alle Spielzüge vermerkt sind und die jeder in- und auswendig kennen sollte. Hinter allem steckt als Geist der Maschine die S.M.A.R.T.-Coaching-Philosophie, die widerum zu S.M.A.R.T.-Football führt. Das Coaching ist demnach spezifisch, messbar, ausführbar, realistisch und timely (zum richtigen Zeitpunkt). Dies produziert Football, der simpel, mistake-free (fehlerfrei), aggressiv, relentless (unnachgiebig) ist und im Team gelebt wird. Starker Tobak für die zahlreichen Neulinge, die der Basler Club inzwischen aufgenommen hat. „American Football ist für viele in Wirklichkeit nicht das, was sie sich davon vorgestellt haben“, sagt Kesch. Viele bleiben trotzdem, angesteckt von der positiven Kraft und den Ehrgeiz der Trainer, die bereits in dieser Saison um die Meisterschaft in der Liga B mitreden wollen. Noch ein wenig Öl hier und da, und die Maschine läuft wieder heiss und wie geschmiert.
Viel lernen können die Basler Spieler auch, wenn sie in der Nacht auf Montag die Super Bowl am Fernsehen verfolgen, wobei der eine oder andere Spielzug dabei nicht ganz unbekannt sein wird.
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Interview mit Headcoach Dan Kesch
Part 1: http://www.youtube.com/watch?v=5cF25UJW6Nc
Part 2: http://www.youtube.com/watch?v=E-pFwNvEYss
(Radio Basel1, 12.Jan.2009)
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Wie ein Phönix aus der Asche
Bojan Stula (Basellandschaftliche Zeitung 30.Okt.2008)
American Football Die Basilisk Meanmachine sind nach acht Jahren wieder auferstanden.
Überraschung in der regionalen Football-Szene: Der ehemalige Schweizermeister Basilisk Meanmachine plant die Rückkehr in den Meisterschaftsbetrieb.
Die Vereinsauflösung im Jahr 2000 schien endgültig zu sein. Ein Streit um das künftige Finanzierungsmodell des ältesten und erfolgreichsten Schweizer American-Football-Klubs hatte die Mitglieder der Basilisk Meanmachine entzweit. Jene Spieler die nicht bereit waren, für 500 Franken Sponsoren zu suchen oder diesen Betrag selber in die Klubkasse einzuzahlen, verliessen den zweifachen Schweizer Meister im Streit. Die Fusion mit den aufstrebenden Gladiators Pratteln im November 2008 zog dann einen juristischen Schlusstrich unter die 1984 gegründeten Meanmachine. Allerdings vollzogen damals nur wenige Basilisk-Spieler tatsächlich den Übertritt zum ungeliebten und meist mit Verachtung belegten Lokalrivalen.
Acht Jahre später steht der Traditionsverein vor einem unerwarteten Comeback. Einem „glanzvollen“ dazu, wie die Homepage der Basler Footballer stolz verkündet. Aus „Basilisk Meanmachine“ wurde aus namensrechtlichen Gründen „Basel Meanmachine“, doch sind bei der Wiederauferstehung mehrere Protagonisten von einst wieder dabei, die sich mit der dauerhaften Auflösung ihres Stammvereins einfach nicht abfinden wollten.
In einer langwierigen und mühevollen Vorbereitungsphase hat nun eine kleine Gruppe Ehemaliger den Wideraufbau gewagt: Headcoach Dan Kesch (40) gehörte als Quaterback zu den ersten Spielern der damaligen Basilisk Meanmachine und war im letzten halben Jahr massgeblich am Aufbau der U16-Nachwuchsabteilung der Future Gladiators beteiligt. Keschs Assistenten Reto Baltermia (39) und Markus Schultheiss (37) zählten ebenfalls während mehrer Jahre als Spieler zum Kader des Basler Pioniervereins.
Gegner der Gladiators
Der Coaching-Staff der „neuen“ Meanmachine, der durch Andrew McCulloch und Bernard Nokaj vervollständigt wird, hat sich das ehrgeizige Ziel gesteckt, im kommenden Jahr in der Nationalliga-B-Meisterschaft einzusteigen. Pikantes Detail am Rande: Dort werden die Basler – sofern der Neuaufbau weiterhin planmässig abläuft – unter anderem den Gladiators beider Basel in die Augen blicken, die nach einer äusserst schwachen Saison aus der Nationalliga A abgestiegen sind. Kaum ein anderes Duell auf Helvetiens Footballfeldern dürfte derart viele Emotionen wecken wie dieses. Vorerst gilt es aber, den Trainingsbetrieb zu etablieren und die Spielerbasis weiter zu vergrössern. Zum ersten Training der neuen Ära konnten die Meanmachine-Verantwortlichen am 17. September 18 Spieler begrüssen. Inklusive der spielenden Coaches figurieren inzwischen 26 Namen auf der Teamliste. Das intensive Rühren auf der Werbetrommel innerhalb der American-Football-Szene und deren Bekanntenkreis hat sich bezahlt gemacht. Und dass auf der Meanmachine-Kaderliste gleich mehrere Spieler des Lokalrivalen Gladiators auftauchen, dürfte der Wiederauferstehung der Basler erst noch die nötige Würze verleihen.
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Basel will wieder vorn mitmischen
(20minuten 29.Okt.2008)
von Fabian Pöpelt
Die Statuten sind unterzeichnet und der Verein angemeldet: Mit der Basel Meanmachine ist American Football «back in town».

Acht Jahre war die Stadt Basel ohne einen American-Football-Klub, doch im Mai beschlossen ein paar Football-Verrückte, dass sich dies ändern müsse: Sie machten sich daran, wieder einen städtischen Football-Klub aufzubauen – die Basel Meanmachine. Nach einer längeren Vorbereitungsphase konnte dann letzten Monat das erste Training starten. «Mit der Pruntrutermatte als Trainings- und Spielfeld sind wir sehr zufrieden», sagt Steve Jascur, einer der Gründer und Spieler der Meanmachine. Unter der Leitung von Headcoach Dan Kesch trainieren rund 20 Spieler. Ziel ist es, diesen Bestand in Zukunft zu verdoppeln. Neue Spieler sind laut Jascur herzlich willkommen, ein Probetraining zu absolvieren.
Die Mannschaft wird nun von einem vierköpfigen Coaching-Staff auf die Saison 2009/2010 vorbereitet. «Diese startet im nächsten April. Unser Ziel ist es, im Herbst 2009 in die Nationalliga A aufzusteigen», ergänzt Gunda Ruge, Vize-Präsidentin der Basel Meanmachine. Wird dieses Ziel erreicht, kommt es dann auch zum Derby mit den Gladiators aus Pratteln.

